Herman Nohl Schule
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Chronik der Herman-Nohl-Schule

Die Herman-Nohl-Schule wurde von dem bekannten Göttinger Architekten Prof. Diez Brandi im Jahr 1955 entworfen und 1957 als "8.Volksschule" seiner Bestimmung übergeben.

Die Pavillon-Bauweise begeisterte in- und ausländische Pädagogen und sogar die Londoner Times berichtete im November 1958 berichtete ihren Lesern von dieser Schule, die zwar von außen gesehen "unauffällig" wirke, aber von innen betrachtet "eine außergewöhnliche Ruhe" biete, da keine Klasse die andere sehen kann und dadurch die "Illusion (hat,) ihren eigenen privaten Garten zu haben." Dadurch entsteht eine "Atmosphäre von Vertraulichkeit und Abgeschlossenheit, wie sie ... an ... Schulen außergewöhnlich ist."

Den Namen „Herman-Nohl-Schule“ bekam die Schule im Jahr 1959. Professor Herman Nohl war ein Göttinger Pädagoge, der bei der Benennung der Schule auf seinen Namen als 80jähriger anwesend war. Herman Nohl leistete als erster Ordinarius für Pädagogik in Preußen ab 1922 Pionierarbeit im pädagogischen Bereich. Einer seiner entscheidenden Grundsätze war, das pädagogische Gewissen wach zu halten  als die einzige Garantie für Menschlichkeit in unserer Zeit.

Seit fast 30 Jahren ist die Herman-Nohl-Schule eine Grundschule und von 1995 bis 2010 eine „Volle Halbtagsschule“. Die Schulkinder blieben jeden Tag 5 Zeitstunden in der Schule und wurden durchgehend von Lehrern betreut und unterrichtet. Auch wenn eine Lehrkraft erkrankte, hatten die Eltern die Gewissheit, dass ihr Kind bis zum Schulschluss in der Schule betreut wurde.

Seit dem Schuljahr 2007/08 bietet die Herman-Nohl-Schule als Offene Ganztagsschule zusätzlich ein Nachmittagsangebot. Die Kinder können hier essen, werden bei den Hausaufgaben betreut, können malen und basteln, an AG´s teilnehmen und natürlich zusammen spielen.

Im Schuljahr 2010/11 wurde die Herman-Nohl-Schule in eine „Verlässliche Grundschule“ umgewandelt. Die Eltern und Lehrer hatten jahrelang für den Erhalt der „Vollen Halbtagsschule“ gekämpft, mussten sich dann aber nach den Vorgaben des Landes richten.

Die „Verlässliche Grundschule“ bietet in Klasse 1 und 2 nur noch 20 Unterrichtsstunden und anschließend bis 13 Uhr eine Betreuung der Schüler. Lediglich die Sportklassen haben auch im 1. und 2. Jahrgang 25 Unterrichtsstunden in der Woche. Im Krankheitsfall von Lehrkräften ist in der „Verlässlichen Grundschule“ keine Vertretung durch Lehrer mehr möglich, sondern Vertretungskräfte betreuen die Schüler. Bei der Herman-Nohl-Schule werden dafür nur ausgebildete Pädagogen eingesetzt.